Foto: Dr. med. Ina Carolin EnnkerDr. med. Ina Carolin Ennker
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Zu den Seiten vonProf. Dr. med. J. EnnkerFacharzt für Chirurgie, Herzchirurgie, Thorax- und Kardio­vasku­larchirurgie, Gefäß­chirurgie

Presse

Herzoperationen bei Frauen - nichts für Anfänger
Ina C. Ennker gab einen detaillierten Überblick über Ursachen, Symptome, Behandlung und Vorbeugung koronarer Erkrankungen

LAHR (kn). Großes Interesse bestand beim Vortrag "Frauen und koronare Herzerkrankungen" im Herzzentrum Lahr. Ina C. Ennker, Herzchirurgin am Herzzentrum, gab im Rahmen der Frauen- und Mädchenwoche in ihrem gut einstündigen Vortrag einen detaillierten Überblick über Ursachen, Symptome, Behandlung und Vorbeugung koronarer Herzerkrankungen bei Frauen.

Anders als vermutet sind nicht Krebserkrankungen die häufigste Todesursache in Deutschland, sondern die Erkrankungen der Herzkreislauforgane. Rund 20000 Frauen sterben jährlich an Brustkrebs, 90000 hingegen an Herzerkrankungen.

Aber was versteht man unter "koronarer Herzerkrankung"? Sie bedeutet eine Verengung oder Verschließung der Herz-Kranzarterien durch Ablagerungen an den Gefäßwänden, Arteriosklerose genannt. Je nach Grad der Durchblutungsstörung kommt es zu Funktionseinschränkungen des Herzens (Angina Pectoris) oder in der letzten Konsequenz zum Infarkt. Entgegen früherer Einschätzungen leiden prozentual gesehen mehr Frauen als Männer an Herzerkrankungen. Erkranken bis zum 70. Lebensjahr mehr Männer als Frauen, so sind es danach mehr Frauen.

Die koronare Herzerkrankung bei Frauen wurde jahrzehntelang In den Hintergrund gedrängt. Zum einen, so Ennker, fehlten aussagekräftige Studien. Zum anderen sei der Infarkt des Mannes leichter zu diagnostizieren. Während beim Mann Brustschmerzen, Engegefühl, Ausstrahlungen bis in die Arme, Kiefer oder Zähne festzustellen sind, reichen die Beschwerden der Frau von Oberbauchschmerzen, Sodbrennen, Übelkeit bis hin zu Erbrechen. Psychische Verstimmungen würden häufig als Grund der Beschwerden gesehen, die wahren Ursachen blieben oft unerkannt.

"In den 70er- und 80er-Jahren wurden kaum Herzoperationen bei Frauen vorgenommen", stellte Ennker fest. Auch sei die Operation eines Frauenherzens kein "Anfängereingriff", da das kleinere Herz der Frau, die zarteren Gefäße und das meist höhere Alter oft schlechtere Operationsergebnisse als beim Mann brächten. Auch fand man erst vor einigen Jahren heraus, warum Frauen rund zehn bis 15 Jahre später an Herzerkrankungen leiden als Männer. Unterschiedliche Stoffwechselprozesse bei den Geschlechtern sind die Ursache.

Mit dem Geschlechtshormon Östrogen hat die Frau bis zur Menopause einen natürlichen Schutz. Im Alter zwischen 50 und 55 Jahren aber, so Ennker, entfalle dieser Schutz. Mit einer Hormonersatz-Therapie könne deshalb das Risiko einer koronaren Herzerkrankung um ein vielfaches verringert werden.

Quelle: Badische Zeitung Samstag, 28.10.2000

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Kontakt

E-Mail: ina.ennker(at)yahoo.de

Fachpresse

„An Unusual Team of Cardiothoracic Surgeons”

Chirurgie, Thorax- und Kardiovaskularchirurgie
E-Mail: ina.ennker@yahoo.de