Foto: Dr. med. Ina Carolin EnnkerDr. med. Ina Carolin Ennker
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Zu den Seiten vonProf. Dr. med. J. EnnkerFacharzt für Chirurgie, Herzchirurgie, Thorax- und Kardio­vasku­larchirurgie, Gefäß­chirurgie

Presse

Karriere trotz Kinder?

Nach einer aufwändigen Ausbildung höre ich nicht auf meinen Beruf auszuüben. Und es ist für mich selbstverständlich, wirtschaftlich mitzusorgen. Raum für die Familie findet sich auch so immer - vielleicht wird er sogar bewusster genutzt, weil er nicht immer verfügbar ist.

Unser Haushalt läuft wie ein kleines Unternehmen, schafft Arbeitsplätze und ist sehr gut organisiert. Im Sommer 1994 kamen wir als Familie mit zwei Kindern nach Lahr, um das Herzzentrum Lahr/Baden aufzubauen. Haushalt und die Kinderbetreuung von Nikolas (heute 17 Jahre) und Kim Sophie (heute 12 Jahre) wurden von einer Hauswirtschafterin halbtags, einer Deutschlehrerin, einem Au-pair-Mädchen und dem Kindergarten unterstützt.

Die Familie ist 2001 durch unseren Sohn Jan vergrößert worden. Jeder von uns weiß genau, wann und was er zu tun hat. Wir alle sind sehr anpassungsfähig, flexibel und insbesondere unsere Kinder haben ein gutes Maß an Selbstständigkeit. Große Klagen seitens der Kinder gibt es nicht. Es findet sich immer genügend Raum für ein gemeinsames Familienleben, der vielleicht gerade aufgrund der nicht ständigen Verfügbarkeit gut erkannt und genutzt wird.

Sicher, wenn mal was nicht so läuft oder klappt, wie sie es gerne möchten, ist in der Regel die "arbeitende Mutter" schuld, dies ist jedoch schnell wieder ausgeglichen.

Die Frage "Warum ich das alles mache, und das hast du doch nicht nötig" begegnet mir in den verschiedensten Lebensbereichen. Auch der Vorwurf, mich nicht ausreichend um meine Familie zu kümmern, ist mir nicht fremd.
Für mich stand aber immer fest, dass ich nach einer so aufwändigen Ausbildung und so hoher Qualifikation nicht aufhöre meinen Beruf auszuüben. Für mich ist es auch selbstverständlich, wirtschaftlich mit fürs Wohl der Familie zu sorgen. Eine alleinige Verantwortung in diesem Bereich dem Partner zu übertragen, befürworte ich nicht. Von Vätern wird ja auch Engagement in der Familie erwartet. Sicher gehört Organisation, Disziplin und Verzicht dazu, beide Bereiche zu verbinden.

Viel Zeit für Hobbys bleibt nicht. An diesem Punkt muss man Abstriche in Kauf nehmen. Eine erhöhte gesellschaftliche Akzeptanz von berufstätigen Müttern in anspruchsvollen Bereichen und der damit verbundenen Fremdbetreuung von Kindern ist.

Quelle: Badische Zeitung, 08.03.2006

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Kontakt

E-Mail: ina.ennker(at)yahoo.de

Fachpresse

„An Unusual Team of Cardiothoracic Surgeons”

Chirurgie, Thorax- und Kardiovaskularchirurgie
E-Mail: ina.ennker@yahoo.de