Herzklappenchirurgie

Rossoperation
Bei der sogenannten Rossoperation wird die patienteneigene Pulmonalklappe anstelle der erkrankten Aortenklappe implantiert. Die rechtsventrikuläre Ausflussbahn wird mittels eines Homografts vom Menschen oder einer gerüstlosen Bioprothese vom Schwein rekonstuiert.
Der Vorteil des Verfahrens liegt darin, dass als Aortenklappenersatz eine "lebende Klappe" desselben Individuums zum Einsatz kommt, die bei Kindern die Fähigkeit des Wachstums aufweist. Nachteilig ist die hohe Invasivität des Eingriffs, für den Ersatz der Aortenklappe ist quasi ein Doppelklappenersatz erforderlich.
Es wird praktisch eine Einklappenerkrankung in eine Zweiklappenerkrankung umgewandelt. Gehäuft muss im Verlauf die ersetzte Pulmonalklappe ausgetauscht werden. Ferner können wichtige die Kammerscheidewand versorgende Koronararterien bei dem Eingriff beschädigt werden. Im MediClin Herzzentrum Lahr/Baden wird dieser Eingriff derzeit nicht durchgeführt. Aufgrund unserer excellenten Erfahrungen mit über 900 implantierten gerüstlosen Bioprothesen in Aortenposition empfehlen wir diesen Eingriff an Stelle der Rossoperation auch bei jüngeren Patientinnen mit Kinderwunsch, bei denen eine mechanische Klappe aufgrund de keimschädigenden Nebenwirkungen des Marcumars ausscheidet.
Beachten Sie zu diesem Thema auch die Therapieverfahren
Weitere Einzelheiten entnehmen Sie bitten dem Patientenratgeber




