Herzchirurgie - Leistungsspektrum

Rekonstruktion des linken Ventrikels (Dor Procedure)
Bei Patienten, die eine Vorderwandinfarkt durchgemachten haben, kann sich im Rahmen des Umbau von Herzmuskel in Narbengewebe eine Gefügedilatation in Form einer Aussackung (Aneurysma) des Spitzenbereichs (Apex) des linken Ventrikels ausbilden.
Diese Aneurysmata nehmen an der Kontraktilität des linken Ventrikels nicht teil, es findet sich deshalb nur ein geringer Blutstrom innerhalb dieses Blindsacks, so dass sich Blutgerinnsel (Thromben) bilden können.
Ferner besteht durch die Ausdünnung der Wand eine Perforationsgefahr. Die hämodynamische Konsequenz der Gefügedilatation ist eine erhöhte Wandspannung, diese wiederum verursacht eine weitere Dilatation (Circulus vitiosus).
Das Herz verliert seine günstige Eiform und nimmt eine ungünstige Kugelform an. Die Auswurffraktion d.h. der Teil der Blutmenge der in der Auswurfphase des Herzes in die Hauptschlagader ausgeworfen wird (Normalwert 70%) nimmt immer weiter ab und liegt bei weniger als 30%.
Bei dieser Patientengruppe führen wir zusammen mit der ggf. erforderlichen Bypassversorgung eine Rekonstruktion des linken Ventrikels wie von Prof. Vincent Dor aus Monaco beschrieben durch. Dabei wird intraoperativ nicht kontraktiles Gewebe excidiert (entfernt) und mit Hilfe eines Dacron-Flickens und einer speziellen Nahttechnik eine Verkleinerung des linken Ventrikel und Wiederherstellung der hämodynamisch günstigen Eiform erreicht.
Beachten Sie zu diesem Thema auch das Therapieverfahren
Weitere Einzelheiten entnehmen Sie bitten dem Patientenratgeber



