Foto: Prof. Dr. med. Jürgen EnnkerProf. Dr. med. Jürgen Ennker
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Zu den Seiten von PD Dr. med. Ina C. EnnkerFachärztin für Chirurgie, Thorax- und Kardiovaskularchirurgie


Publikationen

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Das perioperative anästhesiologische Management bei der minimal-invasiven Koronarchirurgie (MIDCAB)- Sicherheit und Komfort des Patienten

Autor:

Gille, A.; Ennker, IC.; Ennker, J.; Alexander, T.

Erscheinungsort:

5. Jenaer Anästhesiologisches Symposium, Abstract-Band, Jena, 4.-6.12.1997

Inhalt:

Die Entwicklung der minimal-invasiven Koronarchirurgie erfordert ein differenziertes anästhesiologisches Procedere [1],[2],[3], denn die Probleme, die mit dem Anschluß und Betrieb der Herz-Lungen-Maschine verbunden sind, entfallen. Hieraus leitet sich das perioperative Ziel ab, den Patienten - korrespondierend zur minimal-invasiven Koronarchirurgie - minimal-anästhesiologisch bei optimaler Sicherheit und hohem Komfort zu versorgen.

Nach 24 Eingriffen dieser Art möchten wir unser anästhesiologisches Konzept hier vorstellen, die Modifikationen betreffen.

Die Prämedikation: Entsprechend der Eingriffsdauer wird ein kurzwirksames Benzodiazepin (Midazolam 7.5 mg p.o.) 30 min vor Abruf gegeben. Das Monitoring: Neben dem Standardmonitoring bei thorakalen Eingriffen (Pulsoximeter, Atemwegsmonitoring mit endtidalem CO2, 5-Kanal-EKG mit ST-Segment-Analyse, arterielle Druckmessung, zentraler Venenkatheter) wird dem Patienten ein passagerer transvenöser Schrittmacher gelegt. Unter Berücksichtigung des OP-Feldes kleben wir externe Defibrillationselektroden auf.

Die Anästhesie: Zur Schlafinduktion geben wir Etomidate und Sufentanil, als nicht vagolytisches Relaxans wird Vecuronium eingesetzt. Isofluran und Lachgas folgen in balancierter Technik.

Die Beatmung: Die linke Lunge wird mittels Tücher komprimiert, so daß der Operateur eine ausreichende Sicht erhält. Der Gebrauch eines Doppellumentubus entfällt. Genaues Atemwegsdruckmonitoring und Blutgasanalysen sichern die Phase der Nahezu-Einlungen-Beatmung.

Die Antikoagulation: 100 I.E. Heparin/kg KG sind notwendig, um eine ACT von 200 sec zu erzielen. Antagonisiert wird auf eine Zielgröße von 180 sec.

Die Ischämiekonditionierung: Während der Probeokklusion des zu versorgenden Gefäßes erfolgt eine genaue Dokumentation der eventuellen Veränderungen im EKG, in der Erholungsphase bekommt der Patient Magnesium.

Die Herzfrequenz: Die Senkung der Herzfrequenz unter 60/min erfolgt mittels Esmolol, nur kurz benötigte Stillstände werden mit Adenosin induziert. Der Aufrechterhaltung des Koronarflow dienen Phenylephrin und Glyceronitrat.

Die Körpertemperatur: Die Voraussetzung zur zeitgerechten Extubation ist die ausreichende Körpertemperatur. Durch Reduktion des Frischgasflow auf 1L/min, durch Erhöhen der Raumtemperatur, durch Einsatz der Wärmematte und durch vorgewärmte Infusionen bleibt die Körpertemperatur größer als 35° C.

Die postoperative Schmerztherapie: Vor Wundverschluß erfolgt die Einlage eines Interkostalkatheters, über den 100 mg Bupivacain appliziert werden, gefolgt von 50 mg Bupivacain 6stdl. und

Die Beatmungszeit: Transport zur Intensivstation mit Extubation innerhalb der folgenden 60 Minuten.

Das anästhesiologische Vorgehen basiert auf drei Pfeilern: größtmögliche Sicherheit im Falle der Arrhythmie bzw. des Herzstillstandes punktgenaue anästhesiologische Führung des Patienten mit direkter Extubation nach Ankunft auf der Intensivstation einschließlich differenzierter Analgesietechnik.


Literatur:
[1] Gayes JM et al. J Cardiothoracic Vasc Anesth 1996: 10:531-35
[2] GreenspunHG et al. J Cardiothoracic Vasc Anesth 1996: 10:507-09
[3] Pawlowski J et al. J Cardiothoracic Vasc Anesth 1997: 11:536-7


Kontakt

Telefon: 07821 925-1000
Fax: 07821 925-391000

E-Mail: juergen.ennker(at)mediclin.de

MediClin Herzzentrum Lahr/Baden
Hohbergweg 2
77933 Lahr/Baden

Prof. Dr. Ennker behandelt folgende Krankheiten:

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Fachpresse

„An Unusual Team of Cardiothoracic Surgeons”

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Kardiovaskularchirurgie, Gefäßchirurgie
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