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Thorakale Aortenchirurgie
Autor: | Rosendahl, U.; Ennker, J. |
Erscheinungsort: | Jahresbericht 1999, Herzzentrum Lahr/Baden, Lahr, 2000, Seite:39-40 |
Inhalt: | Erkrankungen und Verletzungen der thorakalen Aorta sind folgenschwer bzw. akut lebensbedrohlich. Der diagnostizierende und behandelnde Arzt muß unverzüglich entscheiden und systematisch handeln.
Akute Dissektionen der proximalen Aorta (Typ-A-Dissektion) sind, wenn sie initial überlebt werden, eine Indikation zur sofortigen operativen Intervention in einem herzchirurgischen Zentrum. Dissektionen der distalen thorakalen Aorta (Typ-B-Dissektion) werden, solange keine akute Ruptur oder Minderperfusion von Organen vorhanden ist, zunächst konservativ behandelt.
Aneurysmen der thorakalen und thorako-abdominalen Aorta bedürfen entsprechend ihrer Genese, Progredienz und ihres Durchmessers einer elektiven operativen Behandlung. Nachuntersuchungen nach thorakalen Aorteneingriffen müssen, je nach Operation und zugrundeliegender Pathologie, in festgelegten Intervallen durchgeführt werden.
In den Jahren 1995-1999 wurde im Herzzentrum Lahr/Baden bei insgesamt 118 Patienten ein thorakaler Aorteneingriff durchgeführt. Bei 103 dieser Patienten wurde der Eingriff elektiv, d.h. als Wahleingriff durchgeführt. Eine Patientin aus dieser Gruppe verstarb am 28. postoperativen Tag an den Folgen einer Perikardtamponade bei zu forcierter Marcumarisierung in einer auswärtigen Klinik.
Die perioperative Letalität betrug bei elektiv operierten Patienten 0 %.
Die operativen Ergebnisse der Jahre 1995-1999 in der thorakalen Aortenchirurgie sind in der folgenden Tabelle wiedergegeben: |
| Jahr | Alle Patienten | Notfall | 30-Tage-Letalität Notfälle | 30-Tage-Letalität elektiv |
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1995 | 14 | 4 | 1 | 0 | 1996 | 28 | 1 | 1 | 0 | 1997 | 36 | 4 | 4 | 1* | 1998 | 17 | 3 | 0 | 0 | 1999 | 23 | 5 | 1 | 0 | *Eine Patientin verstarb am 28. postoperativen Tag an den Folgen einer Perikard- Tamponade auf Grund eines Gerinnungsschadens bei Über-Marcumarisierung in einer auswärtigen Klinik. |
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